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Psychische Gesundheit

Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit sind weiter verbreitet als gemeinhin angenommen. Sie reichen von leichten Einschränkungen des seelischen Wohlbefindens bis zu schweren psychischen Störungen. Wir bieten Menschen, die an psychischen Problemen und Störungen leiden fachärztliche Diagnostik. Frühzeitiges Erkennen und Behandeln ermöglicht, die Gesundung bestmöglich zu unterstützen. In der psychiatrischen Sprechstunde entscheiden wir im Rahmen der ausführlichen Gespräche, wie die individuelle Behandlung erfolgen kann. Dabei stehen neben der möglicherweise notwendigen medikamentösen Behandlung vor allem therapeutisch- stützende Gespräche, verhaltenstherapeutische Psychotherapie und Entspannungstechniken zur Verfügung.

Depression

Depression ist eine Krankheit mit psychischen und körperlichen Symptomen, die den gesamten Alltag der Betroffenen verändert. Wenn Schwermut und das Gefühl der Hoffnungslosigkeit nicht mehr aufhören, wird ein seelisches Tief zur Krankheit. Typische psychische Symptome bei Depressionen sind Niedergeschlagenheit, das Gefühl der inneren Leere und der Gleichgültigkeit, Antriebslosigkeit, Konzentrationsstörungen, Selbstzweifel, innere Unruhe und Angstzustände. Es ist möglich, dass die Depression körperliche Beschwerden verursacht. Diese körperlichen Beschwerden können sich darstellen als Schlafmangel oder erhöhtes Schlafbedürfnis, Appetitmangel, Verdauungsbeschwerden, Körperschmerzen, Druck auf der Brust, sexuelle Unlust. Je nachdem, wie viele Symptome gleichzeitig auftreten und wie stark sich die Beschwerden bemerkbar machen, unterscheidet man zwischen leichter, mittlerer und schwerer Depression. Konkrete Auslöser für eine Depression sind häufig schwierige Lebensumstände, wie der Verlust eines Angehörigen, die Trennung vom Partner, eine schwere Krankheit, berufliche Überbelastung oder Arbeitslosigkeit. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass bei Depressionen ein Mangel an Botenstoffen aus dem Serotonin-Noradrenalin-System vorliegt. Somit ist das Gleichgewicht der biologischen Funktionen im Gehirn gestört. Depressionen können gut behandelt werden. Es stehen verschiedene Behandlungsoptionen zur Verfügung. Über die Einleitung einer Psychotherapie, Anwendung von Entspannungstechniken, persönliche Entlastungsmaßnahmen oder die Notwendigkeit einer medikamentösen Behandlung wird in den ausführlichen ärztlichen Gesprächen gemeinsam entschieden.

Angsterkrankungen

Angst ist gesund, denn sie ist ein Überlebensprogramm, das hilft, Gefahren zu erkennen und darauf zu reagieren. Bei Gefahr schüttet das Gehirn Stresshormone aus, welche den Herzschlag beschleunigen, die Atmung aktivieren und die Muskeln anspannen. Somit ist der Körper leistungsfähiger. Aber Angst kann auch krank machen. Die Grenze zwischen einer gesunden und einer krankhaften Angst-Reaktion des Körpers ist schmal. Die Emotionen sind bei krankhafter Angst nicht mehr der auslösenden Situation angemessen. Für die Betroffenen fühlt sich die Bedrohung zwar sehr real an, rein objektiv gibt es aber eigentlich keinen Grund, sich zu fürchten. Es kommt zum Fehlalarm. Im Gehirn steuert die Amygdala die Bewertung möglicherweise gefährlicher Situationen. Sie ist mit dem Hippocampus, dem Sitz des Gedächtnisses, verknüpft und gleicht Erfahrungen ab, die wir früher schon einmal gemacht haben. Tritt ein ähnliches Ereignis erneut ein, dann erkennt es dieses Netzwerk und gibt das Signal, Stresshormone wie Adrenalin oder Noradrenalin auszuschütten. Bei einer krankhaften Angststörung gerät dieser Mechanismus in ein Ungleichgewicht. In der Behandlung der Angststörung wird der Patienten begleitet, sich mit seinen Ängsten auseinandersetzen. Körperliche Ursachen müssen zunächst allgemeinmedizinisch abgeklärt werden. Dann kann die spezifische Behandlung erfolgen. Im Vordergrund steht die Psychoedukation. Informationen zu Symptomen, Entstehung und Folgen von Angststörungen können bei den Betroffenen die Wahrnehmung verändern, damit sie besser mit ihrer Krankheit umgehen können. Die kognitive Verhaltenstherapie hat sich bei Angststörungen als wirksam erwiesen. Patienten erkennen eingefahrene Bewertungs- und Verhaltensmuster an sich selbst und verändern sie durch gezielte Übungen. Bei der Behandlung unterstützend wirken können Antidepressiva, die das Gleichgewicht im Gehirnstoffwechsel wiederherstellen.

Psychosen

Berufsbezogene Konflikte

Schlafstörungen

Schlaf ist ein wesentlicher Bestandteil unserer körperlichen und psychischen Regeneration. Wer großen Stressbelastungen ausgesetzt ist, schläft oft schlecht. Und wer oft schlecht schläft, wird mit großen Stressbelastungen weniger gut fertig. Der Verdacht auf eine Schlafstörung besteht, wenn länger als sechs Wochen subjektiv Schlafstörungen bestehen, die Einschlafzeit länger als 15 Minuten ist oder wiederholtes Erwachen in der Nacht auftritt. Dann ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll. Mittel- und langfristig kann das gesamte Regelwerk des vom gesunden Schlaf abhängigen Hormonhaushalts und des Immunsystems durcheinandergeraten und weitere Erkrankungen auslösen. Kopfschmerzen und Migräne, Hauterkrankungen, Magen- und Darmbeschwerden genauso wie psychische, allen voran Erschöpfungszustände bis hin zu Burn-out-Syndromen und Depressionen sind potenzielle Folgeerkrankungen anhaltenden Schlafstörungen. Neuere Forschungen zeigen, dass auch Diabetes und Adipositas durch stressbedingte Schlafstörungen entstehen können. Guter Schlaf zeichnet sich durch ausreichende Tiefschlafphasen aus. Dabei synchronisieren sich die Atmung und der Herzschlag. Diese Synchronisierung bewirkt eine Regulierung der Durchblutung des Gehirns und des gesamten Körpers. Beides hält gesund und ist der Grund dafür, warum wir Schlaf brauchen. Die subjektive Wahrnehmung unseres Schlafes stimmt nicht unbedingt mit der realen Schlafqualität überein. Daher können spezielle Schlafuntersuchungen sinnvoll sein. Die Herzfrequenzvariabilität, auch Herzratenvariabilität (HRV) genannt, zu analysieren ist eine entsprechende Diagnostik. Dabei kann die Synchronisierung von Atmung und Herzschlag gemessen werden und ein entsprechendes Risiko für gesundheitliche Folgeschäden eingeschätzt werden. Zudem kann eine Untersuchung der nächtlichen Atemarbeit zur Diagnostik eines Schlaf-Apnoe-Syndroms (SAS) erforderlich sein. Im Durchschnitt brauchen wir sechs bis acht Stunden Schlaf. Hilfsmittel gegen schlechten Schlaf sind Entspannungsübungen, wie die progressive Muskelentspannung nach Jacobson oder Atemtechniken sowie ausführliche Informationen über Schlafhygiene und Schlafregeln. Eine stützende Psychotherapie kann auch als Behandlungsoption gewählt werden. Im seltenen Fall können schlaffördernde Medikamente über einen kurzen Zeitraum erforderlich sein.

Therapeutische Begleitung in Lebenskrisen

Im Rahmen von Lebenskrisen kann es zu seelischen und körperlichen Erschöpfungszuständen kommen. Auch zunehmende Ängstlichkeit oder depressiver Verstimmung können sich entwickeln. Diese sind meist Folge einer die Seele überfordernden Lebensphase. In den meisten Fällen stellt das noch keine manifeste Erkrankung dar. Trauer, Angst und Hoffnungslosigkeit, Wut und Verzweiflung sind natürliche Gefühle, die zu unserem gesunden Empfinden dazu gehören. Der Umgang damit fällt jedoch häufig nicht leicht und kostet viel Kraft und Lebensenergie. Oftmals lassen sich die bestehenden Lebensumstände und Anforderungen nicht wesentlich verändern. Unsere therapeutischen Gespräche können subjektiv Entlastung schaffen, um das innere Gleichgewicht wieder zu finden und die aktuelle Lebensaufgabe zu bewältigen. Es können die zur Krise führenden Faktoren erkannt und individuell bewertet werden. Daraus lassen sich dann Strategien und Perspektiven entwickeln, die auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt sind und einen Handlungsfreiraum für Veränderung ermöglichen.

Psychotherapie